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Rechnernetze

Abgeschlossenes Referenzprojekt

Projekt:

Ein Integrations- und Darstellungsmodell für verteilte und heterogene kontextbezogene Informationen

  • Kontext
  • Context Maps

Übersicht:

Im Rahmen dieses Projektes liegt der Schwerpunkt auf der Erarbeitung eines semantisch aussagefähigen Integrations- und Darstellungsmetamodells für Kontextinformationen. Letztere werden in der Praxis häufig von mehreren Kontexterfassungssystemen bereitgestellt, da u. U. sehr unterschiedliche Bereiche der Realwelt von entsprechend spezialisierten Erfassungssystemen überwacht werden bzw. weil man verschiedene Erfassungsmethoden aus unterschiedlichen Erfassungssystemen kombiniert, um die Qualität (Aktualität, Genauigkeit, Zuverlässigkeit) der erfassten Daten zu steigern. Eine weitere Kontextquellenart stellen Anwendungen dar, die Informationen, welche sie aufgrund ihrer Funktionalität über die Realwelt besitzen, mit anderen Anwendungen teilen. Diese heterogenen Kontextinformationen liegen in den jeweiligen Kontextquellen in proprietären Formaten und Ontologien vor.

In dem hier gewählten Ansatz werden die Informationen aus den einzelnen Kontexterfassungssystemen in ein vormodelliertes, semantisch aussagefähiges Kontextmodell eingeflochten. Dieses modelliert die auftretenden Realweltobjekttypen, deren Eigenschaften sowie die Beziehungen untereinander mittels einer semantisch determinierten Klassenstruktur. Einzelne Kontextinformationen aus einer Kontextquelle werden als Attribute des entsprechenden Kontextobjektes dargestellt, wobei die Verbindung zu den Originaldaten in den jeweiligen Kontexterfassungssystemen beibehalten wird, um Aktualisierungen zeitnah nachvollziehen zu können. Das Modell wird aus standardisierten, wieder verwendbaren Teilmodellen zusammengesetzt und enthält neben den Daten auch Algorithmen, um die Daten zu beschaffen und modellintern zu transformieren. Dadurch wird erreicht, dass kontextsensitive Verbraucher mit einem Kontextmodell konfrontiert werden, welches der menschlichen Sichtweise auf die Realwelt entspricht und sämtliche benötigten Kontextinformationen an einer Stelle gesammelt zugreifbar vorhält. Dadurch ist es nicht mehr notwendig, mehrere proprietäre Zugriffsprotokolle und Ontologien einzelner Kontexterfassungssysteme beherrschen zu müssen, um Kontextinformationen zu beschaffen. Da das Kontextmodell einfacher von menschlichen Anwendungsprogrammierern und Endanwendern verwendet werden kann, wird die Erstellung kontextbezogener Anwendungen in der Praxis vereinfacht und dadurch praxistauglich.


Projektleiter:

Dipl.-Wirtsch.-Inf. Kevin Goslar



Stand: 20.6.2018, 18:59 Uhr
Autor: Webmaster