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Computergraphik

Großer Beleg

Präsentationstechniken für VR-Umgebungen

Lehrstuhl für Computergraphik und Visualisierung


Student: Andreas Reger
Betreuer: Prof. Dr. Stefan Gumhold
Verantwortlicher Hochschullehrer: Prof. Dr. Stefan Gumhold

Motivation

Präsentationstools, wie Microsoft Powerpoint, bieten meist keine Unterstützung für 3D-Daten. Auch durch spezielle Plugins zur Integration von 3D-Echtzeitgrafik ist noch keine Funktionalität für eine stereoskopische Präsentation gegeben. Ziel der Belegarbeit ist es daher, ein einfaches aber erweiterbares Präsenationstool zu entwickeln, das die Präsentation von Texten, 3D-Modellen, stereoskopischen Bildern und stereoskopischen Videos erlaubt. Darauf aufbauend sollen Strategien untersucht werden, die eine angenehme Betrachtung der Präsentation erlauben, ohne zu einem Zusammenbruch des Tiefeneindrucks zu führen.

Beschreibung

Das Präsentationstool ist als „Grafischer Textinterpreter“ zu verstehen. Es basiert auf dem Ansatz, einen Texteditor mit einem Interpreter und einer Grafikausgabe zu kombinieren. Der Grafische Textinterpreter (GTI), ist somit Autorenwerkzeug und Anzeigeprogramm in einem. Änderungen im Texteditor werden sofort interpretiert und zum Änderungszeitpunkt im Ausgabefenster sichtbar. Der GTI wurde unter Verwendung des CGV-Frameworks des Lehrstuhls entwickelt. Für die stereoskopische Ausgabe wird das, am Lehrstuhl entstandene, „Stereo Interactor Plugin“ verwendet, welches verschiedene Ausgabemodi, wie etwa die Darstellung in Anaglyph oder nach dem Side-by-Side-Verfahren, unterstützt. Der GTI kann aufgrund seiner Plugin-Struktur leicht selbst um Funtionen erweitert werden.

Ergebnisse

Im Verlauf der Arbeit konnten etliche Probleme identifiziert werden, die es bei der Gestaltung von Stereopräsentationen zu beachten gilt. Durch die Implementierung des prototypischen Präsentationstools, konnten diese leicht nachgestellt werden und Gestaltungsmittel hinsichtlich einer angenehme Betrachtung der Präsentation überprüft werden.

Präsentation können durch eine einfache Auszeichnungssprache direkt im GTI erstellt werden. Etliche Beispielpräsentationen veranschaulichen den Funktionsumfang des GTI, wie etwa das einfache Erstellen von Rotations-Galerien aus 3D-Objekten und Bildern innerhalb folienbasierten Präsentationen oder der Einsatz verschiedener Folienübergänge.

Beispiel 1
Beispiel 2
Beispielpräsentation mit Rotations-Galerien aus 3D-Modellen und Blenden einzelner Überblenden zu einer anderen Szene ("Folie")
Anaglyphe Darstellung
Anaglyphe Darstellung der Szene
Editor
Dargestellte Szene im Texteditor

Ausblick

Ausgehend von den Ergebnissen sind folgenden Erweiterungen vorstellbar:

  • Beleuchtungseffekte
  • Beschreibung von Skelett- und Pfad-Animation
  • Audiounterstützung
  • Ad-hoc-Geometrie-Creation

Downloads

Stand: 22.1.2010, 14:56 Uhr
Autor: Corina Weissbach