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Studiengänge

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Informationen zum Diplomstudiengang Informatik

Inhaltsverzeichnis

[1. Erwartungen an unsere Studierenden]
[2. Aufbau und Struktur]
[3. Inhalte]
[4. Ziele]
[5. Abschluss]
[6. Unterschiede zu Bachelor und Master]
[7. Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung]
[8. Weiterführende Informationen]



     

1. Erwartungen an unsere Studierenden

Der Diplomstudiengang Informatik wendet sich an mathematisch-naturwissenschaftlich begabte und besonders motivierte Abiturienten mit dem Ziel, die Studierenden durch eine anspruchsvolle, intensivierte Ausbildung auf eine erfolgreiche Tätigkeit als wissenschaftlicher Nachwuchs sowohl im universitären Bereich als auch in forschungsorientierten Industrielabors vorzubereiten. Der Diplomstudiengang stellt hohe Anforderungen an die Studierenden. Diese Anforderungen werden natürlich auch mit Hilfe von Studienfortschrittskontrollen überprüft. Mit dieser Kontrolle soll sichergestellt werden, dass Studierende auch erfolgreich studieren.

     

2. Aufbau und Struktur

Wie die Bachelor- und Master-Studiengänge, besteht auch der Diplomstudiengang Informatik aus Modulen. Er umfasst 10 Semester mit insgesamt 300 Leistungspunkten inklusive eines einsemestrigen verpflichtenden Berufs- oder Auslandspraktikums.

Doch was sind eigentlich Module?
Module sind zeitlich begrenzte, in sich abgeschlossene und abprüfbare, methodisch und inhaltlich zusammenhängende und mit Leistungspunkten versehene Einheiten.

Und was sind Leistungspunkte?
Leistungspunkte dokumentieren die durchschnittliche Arbeitsbelastung der Studierenden sowie ihren individuellen Studienfortschritt. Ein Leistungspunkt entspricht einer Arbeitsbelastung von 30 Stunden. In der Regel werden pro Studienjahr 60 Leistungspunkte vergeben, d. h. 30 pro Semester.

Strukturell untergliedert sich das Studium in zwei Bereiche - das Grundstudium, welches mit dem Vordiplomzeugnis abschließt und die Pflichtfächer der Grundlagenausbildung beinhaltet, sowie das Hauptstudium, welches individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bei zunehmender Forschungsorientierung bietet und mit dem Diplomzeugnis abschließt. Auf das Grundstudium entfallen 124 der gesamt 300 Leistungspunkte und auf das Hauptstudium entsprechend 176 Leistungspunkte. Insgesamt umfasst das Studium 23 Pflicht- und 6 Wahlpflichtmodule.

Struktur des Grundstudiums

  1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester 5. Semester
Einführung in die Mathematik für Informatiker 12 LP        
Mathematische Methoden für Informatiker   12 LP    
Algorithmen und Datenstrukturen 5 LP        
Programmierung   5 LP      
Einführungs- und Programmierpraktikum 4 LP        
Softwaretechnologie   5 LP      
Softwaretechnologie-Projekt     6 LP    
Betriebssysteme und Sicherheit     7 LP    
Datenbanken und Rechnernetze       9 LP  
Informations- und Kodierungstheorie   4 LP      
Formale Systeme     8 LP    
Theoretische Informatik und Logik       8 LP  
Intelligente Systeme         4 LP
Rechnerarchitektur 10 LP      
Technische Grundlagen und Hardwarepraktikum 9 LP      
Systemorientierte Informatik / Hardware Software-Codesign         4 LP
Nebenfach     7 LP  
Allgemeine Basisqualifikationen       5 LP  

Im Hauptstudium werden die Studierenden an die Forschungsbereiche der Fakultät herangeführt und entscheiden sich mit der Wahl ihrer Basismodule für drei Fachgebiete der Informtik. Mit der Vertiefung in einem dieser Fachgebiete können die Studierenden einen Fokus in ihrer wissenschaftlichen Entwicklung setzten. Als Fachgebiete stehen die Angewandte Informatik, die Künstliche Intelligenz, Software- und Web-Engineering, Systemarchitektur, Technische Informatik, Theoretische Informatik und die Grafische Datenverarbeitung zur Verfügung. Mit der Wahl eines Profilmodulpaars wird der Schwerpunkt auf Grundlagenforschung oder der Anwendungsforschung gelegt.

Struktur des Hauptstudiums

  4. Semester 5. Semester 6. Semester 7. Semester 8. Semester 9. Semester 10. Semester
Forschungslinie 5 LP            
Basismodul 1   12 LP        
Basismodul 2   12 LP        
Basismodul 3   12 LP        
Berufspraktikum       30 LP      
Vertiefungsmodul         15 LP  
Profilmodule         9+12 LP  
Großer Beleg         9 LP    
Analyse eines Forschungsthemas           10 LP  
Berufsspezifische Schlüsselkompetenzen         5 LP    
Vertiefung im Nebenfach   15 LP        
Diplomarbeit und Verteidigung             30 LP

Studienfortschrittskontrolle

Das Bestehen von drei Prüfungen des ersten Semesters ist Voraussetzung für den Studienfortschritt und damit für das Ablegen aller weiteren Prüfungen ab dem dritten Semester. Ein Wechsel in den Bachelor-Studiengang Informatik an der TU Dresden ist möglich.

     

3. Inhalte

Das Diplomstudium der Informatik bietet einerseits eine breit angelegte Ausbildung in den wissenschaftlichen Grundlagen der Informatik, andererseits ist es mit zunehmendem Studienfortschritt stärker forschungsorientiert.

Das Grundstudium der Informatik umfasst neben der Mathematik Analyse, Konzeption und Realisierung informationsverarbeitender Systeme. Mit Grundbegriffen wie Algorithmus, Information, Komplexität und Effizienz werden die statische Struktur und das dynamische Verhalten solcher Systeme untersucht. Ebenso werden neben theoretischen Grundlagen auch die anwendungsnahen Aspekte, also die angewandte und technische Informatik vermittelt. Die fundierte Ausbildung in den Kernbereichen der Informatik wird ergänzt durch besondere inhaltliche, didaktische und methodische Maßnahmen, die die Studierenden auf das Berufsleben vorbereiten. Hierzu gehören Teamarbeit, allgemeine Grundlagen und Sprachen.

Im Hauptstudium, das durch Wahlpflichtbereiche geprägt ist, erwerben die Studierenden fundamentale Kenntnisse in drei zu wählenden Fachbereichen der Informatik. Die ausgewählten Themen werden im Detail betrachtet und in Bezug zu aktuellen Forschungsergebnissen gebracht. Die Studierenden sollen damit sowohl anwendungsbezogene als auch wissenschaftliche Expertise auf dem Schwerpunktgebiet ihrer Wahl erhalten. Es stehen folgende Schwerpunkte zur Auswahl:

  • Theoretische Informatik: Grundlagen sowie Möglichkeiten zur formalen Modellierung und Analyse in der Informatik sowie zur algorithmischen Behandlung der dabei entstehenden Modelle
  • Technische Informatik: Grundlagen und Aufbau, Entwurf und effiziente Nutzung techni-scher Realisierungen von Computersystemen in der Spanne von Eingebetteten Systemen bis hin zu Parallel- und Hochleistungsrechnern
  • Künstliche Intelligenz: Theorien und Methoden zur Konzeption, Konstruktion und Pro-grammierung intelligenter Systeme
  • Angewandte Informatik: Methoden zur Gestaltung und Beherrschung von Anwendungs-systemen in all ihren Lebensphasen
  • Systemarchitektur: Grundlagen von Betriebssystemen, Datenbanken, Datensicherheit und Anonymisierungstechnologien, Aufbau und Eigenschaften von Rechnernetzen, Systems Engineering
  • Software- und Web-Engineering: Entwurf, Gestaltung, Test und Pflege komplexer verteilter multimedialer Softwaresysteme sowie Graphische Datenverarbeitung
  • Nebenfach: Grundkenntnisse in einem anderen für die Informatik relevanten Wissensgebiet
  • Allgemeine Qualifikation: überfachliche Schlüsselkompetenzen (bspw. Rhetorik, Präsentation, Kommunikationsfähigkeit, wissenschaftliches Arbeiten, Fremdsprachenkenntnisse)

     

4. Ziele

Das Ziel des Studiengangs ist es, die Studierenden durch eine anspruchsvolle, intensive Ausbildung in die Lage zu versetzen, eine erfolgreiche Tätigkeit als wissenschaftlicher Nachwuchs sowohl im universitären Bereich als auch in forschungsorientierten Industrielabors aufzunehmen. Dazu kennen sie die für die spätere Berufspraxis notwendigen theoretischen und praktischen Fachkenntnisse auf dem Gebiet des Software-Engineering, der Medienerfassung und -bearbeitung, der Informationsverwaltung sowie intelligenter und verteilter komplexer Systeme inklusive ihrer technischen Grundlagen. Sie haben einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Disziplinen der Informatik und besitzen frühzeitig die Fähigkeit, nach wissenschaftlichen Methoden zu arbeiten.

Die Absolventen sind durch umfassende Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen befähigt, in der Berufspraxis vielfältige und komplexe Aufgabenstellungen auf dem Gebiet der theoretischen, der technischen, der praktischen und der angewandten Informatik zu bewältigen.

     

5. Abschluss

Ist die Diplomprüfung bestanden, wird der Diplomgrad mit Angabe der Berufsbezeichnung verliehen: "Diplom-Informatiker" (abgekürzt: Dipl.-Inf.).

     

6. Unterschiede zu Bachelor und Master

  • Einstufige Studienstruktur, d.h. keine Unterbrechung, keine Neubewerbung für eine fortführende Ausbildung nach dem 6. Semester
  • Verpflichtendes Nebenfach außerhalb des Kerngebietes der Informatik
  • Verpflichtendes Auslands-/Berufspraktikum
  • Verpflichtende Sprachausbildung im Modul "Allgemeine Basisqualifikation" im Grundstudium
  • Fokus auf die forschungsorientierte Ausbildung und die wissenschaftliche Arbeit durch Module wie "Forschungslinie", "Analyse eines Forschungsthemas" und den "Großen Beleg"
  • Abschluss als "Diplom-Informatiker"

     

7. Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung

Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist die allgemeine, alternativ eine adäquate fachgebundene Hochschulreife, eine bestandene Meisterprüfung in einer entsprechenden Fachrichtung oder eine durch die Hochschule als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung.

Das Studium beginnt jeweils im Wintersemester. Bewerbungen sind bis zum 15.09. eines jeden Jahres über die Online-Bewerbung des Immatrikulationsamtes durchzuführen.

     

8. Weiterführende Informationen

Stand: 13.2.2014, 10:01 Uhr
Autor: Dipl.-Medieninf. Kathleen Ebel

Kontakt
Dr.-Ing.
Katrin Borcea-Pfitzmann

Tel.: +49 (0) 351 463-38414
Fax: +49 (0) 351 463-38255
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Studentische Studienberatung:
Sascha Peukert
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