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Professur für Technische Informationssysteme

ServiceFlow

Inhaltsverzeichnis

[1.  Beschreibung]
[2.  Projektdetails]
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1.  Beschreibung

Motivation

Smart Buildings sind bereits heute mit Tausenden von eingebetteten und vernetzten Prozessoren ausgestattet. Megatrends wie Energieeffizienz, demographischer Wandel (AAL), Internet of Things und Smart City tragen diese Technologien nun auch in Wohngebäude hinein (Smart Home). Allerdings sind Planer und Monteure der Komplexität und funktionalen Heterogenität der Automationssysteme schon längst nicht mehr gewachsen und brauchen rechnergestützte Assistenz. Dafür soll eine durchgängige webbasierte Tool- und Dienstleistungskette von der Kundenintegration (Beratung) über den Entwurf bis zu Errichtung, Dauerbetrieb und Wartung von Raumautomationssystemen (RAS) aufgebaut werden. Dieses E-Business wird die traditionellen Geschäftsmodelle grundlegend revolutionieren und ist auf viele weitere Branchen übertragbar. Es ermöglicht zugleich die Nutzung der einzelnen Dienste von vielen Marktteilnehmern, was auch durch die Verwendung bzw. der Unterstützung vieler etablierter Industriestandards sowie Austauschformate beflügelt wird.

Das Internet of Things (IoT) wird demnächst zahllose Alltagsgegenstände mit eingebetteter Intelligenz versehen. IPv6 stellt dafür einen gigantischen Adressvorrat bereit, um Milliarden dieser Prozessoren zu großen (Cyber Physical) Systemen zu vernetzen, die gemeinsam Gesamtaufgaben lösen (Industrie 4.0).
Inmitten der Begeisterung wird selten die Frage gestellt, WER die Anwendersoftware für diese verteilten Systeme entwickeln und WIE (mit welchen Mitteln) dies geschehen soll. Klar ist nur, dass qualifizierte Programmierer mit ihren etablierten (komplexen) Programmiersprachen zu hohe Kosten verursachen würden, sobald die Zielsysteme individualisierte Unikate bleiben, d.h. nur einmal gebaut werden.

Unbemerkt von der breiten öffentlichen Wahrnehmung hat die Gebäudeautomation (GA) in den letzten 15 Jahren hier eine Vorreiterrolle eingenommen: Anlagen mit Zehntausenden vernetzt kooperierenden Prozessoren sind dort längst üblich, kleinste „Dinge“ wie Lichtschalter usw. sind selbstverständlich vernetzt und erhalten MAC- und IP-Adressen. Die oben genannte Frage nach dem WER und WIE ist hier längst beantwortet: Handwerker komponieren vorgefertigte Komponenten (Hard- und Software) zu Gesamtsystemen, wofür Wiederverwendungstechnologien innovativ kultiviert werden mussten.

Durch diese Vorreiterrolle hat die Branche bereits seit Jahren wertvolle Umsetzungserfahrungen auf realen Baustellen und im Dauerbetrieb fertiger Anlagen gesammelt. Dadurch erhält sie die Chance, bereits heute die nächste Generation ungelöster Probleme ans Tageslicht zu heben, welche wie in einem Brennglas Impulse für weiterführende Forschung geben: Komponentenpassfähigkeit (Interoperabilität), Überforderung durch Komplexität und Zeit- und Kostendruck. Diese Probleme hängen stark voneinander ab, bzw. sie werden durch die Komponentenentwicklung von Herstellern am Markt gleichermaßen schwerer lösbar. Die Komplexität der Probleme wird jedoch nicht nur durch Verbreiterung des Produktsortiments für etablierte Raumautomationsfunktionen (z. B. Beleuchtung, Heizung,…) sondern auch durch die Integration von „neuen“ Funktionalitäten bzw. der Zusammenschaltung von bisher getrennten Gewerken (z. B. Integration von Sicherheitssystemen) vergrößert.

Ziel

Ziel des Verbundprojektes „ServiceFlow“ im Rahmen des Forschungsprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" ist unter Betrachtung aller Projektphasen eine ganzheitliche Lösung für diese Probleme zu erforschen und zu entwickeln. Damit wird sichergestellt, dass die bestehenden Probleme insbesondere bei der Planung von hochgradig vernetzten heterogenen Automationsnetzen (insbesondere in der GA, Smart Home, CPS) stark verringert werden. Kernpunkt der Forschung wird eine offene Infrastruktur angesiedelt in einer Service-Cloud sein, mit deren Hilfe Spezialistentools die Chance bekommen, sich effektiv in die Dienstleistungs- bzw. Wertschöpfungskette einzubringen. Durch das angestrebte offene Konzept mittels Diensten, Services und Webservices wird es anderen Drittanbietern in der Folge möglich sein, von der erforschten Lösung ebenfalls zu profitieren, so dass ein nachhaltiges Ergebnis die Folge sein wird.

     

2.  Projektdetails

Stand: 14.1.2016, 14:39 Uhr
Autor: Dipl.-Inf. Thomas Wagner

Kontakt
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